Schulfach Glück: So lernen Kinder, zufriedener zu leben

An vielen deutschen Schulen wird das neue Schulfach Glück als Pilotprojekt angeboten. In diesem lernen die Kinder, wie man ein zufriedeneres Leben führen kann. Außerdem erfahen sie, ihre Gefühle besser zu verstehen. Noten gibt es nicht, nur glückliche Stunden.

Im Jahr 2007 unterrichtete der Erfinder des Konzepts, Ernst Fritz-Schubert, die erste Glück-Klasse. Mittlerweile hat das Schulfach an 43 deutschen Schulen Einzug gehalten. In Österreich gibt es sogar schon 129 Schulen, auch in Italien und der Schweiz kann man einige Klassen finden.

Die Kinder erarbeiten die Themen zur Selbstbetrachtung selbständig. Spielerisch aufbereitet und durch Diskussionen ergänzt beantworten sich die Schüler die Fragen, wer sie sind, was sie können und was sie wollen selbst.

Es gibt keine Bücher, sondern Glückstagebücher. Hier hinein schreiben die Schüler ihre Gedanken und Ziele fürs Leben.

Nach über zehn Jahren Glückfacherfahrung können Experten behaupten, dass Schüler mit dem Fach Glück tatsächlich glücklicher sind als vorher. Zumindest leben sie zufriedener und denken vor allem positiver.

Im Unterricht geht es darum zu erfahren, was man machen kann, wenn man sich schlecht fühlt oder wie man mit schlecht gelaunten Menschen umgeht. Durch die im Unterricht durchgeführten Übungen werden die Kinder selbstbewusster und stärker, niemand fühlt sich aus dem Klassenverband ausgegrenzt. Es sind alle gleich integriert, es gibt kaum noch Streitereien. Der Unterricht anderer Fächer verläuft harmonischer, die Kinder sind ausgeglichener und besser drauf.

Ob sich bessere Leistungen durch das Schulfach einstellen, wagen Kritiker zu bezweifeln. Was sich jedoch erkennbar als positiv herausstellt ist die Tatsache, dass die Kinder besser lernen können und mehr Freude für die Schule entwickeln.

Michal Jarmoluk1
Das Schulfach Glück führt zum positiveren Denken und weniger Streit in den Klassen. (Bild: Pixabay/Michael Jarmoluk)

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