Wackelzahnpubertät: Zahnwechsel und Gefühlschaos

Habt ihr schon einmal etwas von der Wackelzahnpubertät gehört? Ich stolperte kürzlich über den Begriff. Obwohl ich zwei erwachsene Kinder habe, die natürlich auch Wackelzähne hatten, ist mir das Wort ehrlich gesagt noch untergekommen. Geht es euch auch so, lest ihr im heutigen Beitrag worum es dabei geht und was ihr tun könnt, wenn die Kleinen groß werden.

Die Motz- und Trotzphasen ebben ab und ihr denkt: „Geschafft! Kleine Verschnaufpause bis zur Pubertät.“ Das Kleine ist ungefähr fünf, die Pubertät in weiter Ferne. Doch plötzlich bricht schon wieder ein Gefühlschaos nach dem anderen aus. Denn dein Kleines entdeckt die Palette seiner Emotionen jetzt nochmal neu.

Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wird dein Kind jetzt plötzlich sehr anhänglich oder es zelebriert einen Wutanfall nach dem anderen. Ganz nebenbei fallen die Milchzähne aus, die zweiten Zähne kommen nach. Und ihr verzweifelt. Euer Kind kreischt und schreit, dann kommt es wieder kuscheln. Starke Gefühle, die nicht nur das Kind, sondern auch euch überfordern können, wenn ihr Eltern seid.

In dieser herausfordernden Zeit, in der das Kind so zwischen fünf und acht oder neun ist, ist es enorm stark auf euch angewiesen. Es braucht Wärme und Liebe, sie geben ihm Halt. Und es braucht Aufgaben, die es ablenken. Gib deinem Kind Kleingeld und lass es erste Einkäufe beim Bäcker unternehmen. Vereinbare Regeln für den Haushalt. Schau, was du dem kleinen im Gefühlschaos lebenden Kind schon zumuten kannst, und gib ihm einfach einen Putzlappen in die Hand. Man nennt dieses kontrolliertes Abenteuer. Wenn das Kind das Gefühl hat, gar nichts mehr zu können, übertragt ihr als fürsorgliche Eltern eurem Kind einfach ein paar Aufgaben. Sie sollten allerdings nicht zu schwer, sondern zu bewältigen sein.

Die zeit der wackelnden Zähne begreift euer Kind dahingehend, dass es endlich größer wird. Mit ungefähr, neun Jahren, wenn die Backenzähne sich durchgedrückt haben und die letzten Milchzähne beginnen zu wackeln, ist die spannende Zeit vorüber.

Nach der Wackelzahnpubertät beginnt die Zeit der Vorpubertät. Meistens findet ein nahtloser Übergang statt. Im Gegensatz zur Wackelzahnpubertät kommen jetzt allerdings Hormone ins Spiel, die alles verändern.

Wackelzahnpubertät: Was tun?

Das Wichtigste, was ihr tun solltet, ist, für euer Kind da zu sein. Gebt ihm Halt und unterstützt es, wo es nur geht. Weiterhin ist es wichtig und von Nöten, dass ihr klare Regeln schafft und Grenzen setzt. Nur so kommt ihr alle durch die anstrengende Zeit. Klar, es ist anstrengend. Erziehung ist immer anstrengend.

Gebt in keinem Fall in einer stressgeladenen Situation dem Kind nach und erlaubt ihm etwas, wofür ihr eigentlich klare Regeln geschaffen habt. Ihr tut weder euch noch eurem Kind einen Gefallen. Habt ihr euer Kind einmal eine Grenze überschreiten lassen, wird es dieses immer wieder versuchen udn wahrscheinlich auch erfolgreich sein.

Die Zahnpflege sollte ebenfalls zu einem wichtigen Thema werden. Geht regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen zum Zahnarzt. Putzt beim Zähneputzen auch immer noch nach. Sind die Backenzähne da, solltet ihr Zahnseide mit in die Zahnpflege integrieren. Zeigt eurem Kind, wie man sie anwendet.

Süße Getränke sollten sowieso nicht auf dem Speiseplan stehen. Gewöhnt euer Kind daran, Wasser zu trinken. Gerade bei Zahnwechsel sollte so wenig Zucker wie möglich in den Mundraum gelangen.

Die Wackelzahnpubertät ist neben allem Stress auch eine sehr schöne Zeit. Ihr könnt euren Kleinen fast täglich dabei zuschauen, wie sie wieder ein Stück größer geworden sind.

Wackelzahnpubertät: Mädchen im Zahnwechsel (Bild: Pixabay/Pezibear)

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